Schottland erleben mit Susanne Klimt
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Hurra! Ich begrüße Euch recht herzlich auf meinen Schottlandseiten! Nun endlich gibt es auch einen Link zu meinem neuen Onlineshop "Scotland my love"! Ich wünsche Euch recht viel Vergnügen beim lesen meiner Website! Herzlichst Eure Susanne Klimt

Schottland

Haggis

Haggis neeps and tatties

Haggis neeps and tatties

Haggis ist eine der traditionellen Spezialitäten Schottlands. So manche Schauergeschichten wurden darüber erzählt, aber wie ich finde, hat Haggis diese Ammenmärchen gar nicht verdient!

Doch woraus besteht eigentlich Haggis? Nun ja, das schottische Nationalgericht ist sicherlich nichts für Vegetarier, denn es setzt sich zusammen aus einem mit Herz, Leber, Nierenfett, Lunge, Zwiebeln und Hafermehl gefüllten Schafsmagen!

Doch wer nun die Nase rümpft, der sei daran erinnert, dass es solche Gerichte auch in Deutschland gibt, wie z. B.: Saumagen, oder Stippgrütze! Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich als ich das erste Mal die Spezialität gekostet habe auch mit gemischten Gefühlen die Gabel zum Mund geführt habe, aber zu meinem Erstaunen muss ich sagen- Haggis schmeckt lecker!

Klassisch serviert wird der Haggis mit Rübchen und Bratkartoffeln, oder wie man in Schottland dazu sagt „Haggis, neeps and tatties“.

Einen ganz besonderen „Auftritt“ hat der Haggis beim jährlichen Burns Supper- dem Gedenktag an den schottischen National Dichter Robert Burns. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird der gefüllte Schafsmagen zu Dudelsackklängen in den Festraum getragen. Vor der schottischen Flagge mit dem St. Andrews Cross stehend, trägt das Clanoberhaupt oder der Küchenchef das eigens von Robert Burns geschriebene Gedicht „Adress to a Haggis“ vor.         Film zum Burns Supper Haggis Gedicht

Doch in der dritten Strophe geschieht dann das eigentliche Ritual. Während die Textpassage „cut ye up wi ready slight“ gesprochen wird, schneidet ein Helfer den Haggis mit einem Dolch oder Schwert auf. Die noch heiße Brätmasse läuft dann über das gesamte Tablett und das Abendessen darf beginnen. Im Rahmen der Burns Night ist es selbstverständlich, dass eine angemessene Robe getragen wird! Die Damen in Abendgarderobe und die Männer im kompletten Tartan!

Da sich andere Nationen gerne über das außergewöhnliche Mahl lustig machten, erfanden die kreativen Schotten ein ganz besonderes Wesen – das Haggis – Tier!

Sie erzählen noch heute den vorlauten Touristen, dass es zwei ganz besondere Arten des Haggis Tieres gibt. Das ausschließlich mit links drall fliegende Haggis, welches die rechten Beine etwas kürzer hat, damit es besser an den Hängen der Highlands stehen kann und das tieffliegende Haggis, welches mit solche einer hohen Geschwindigkeit fliegt, dass man es nicht fotografieren kann und selten zu Gesicht bekommt! Aus dieser netten Story heraus entwickelte sich sogar die alljährlich stattfindende Jagd auf das Haggis Tier!

Mittlerweile gibt es sogar Plüschhaggistiere zu kaufen und dies zeugt einmal wieder von der unbeschreiblich liebevollen Fantasie der Schotten und dem Talent, die schönsten und spannendsten Geschichten zu kreieren! Man bedenke – mit jedem getrunkenen Whisky werden die Geschichten rund um den Haggis immer spannender und abenteuerlicher! Ich persönlich liebe es diesen Geschichten zu lauschen und dabei einen leckeren Teller haggis, neeps and tatties zu essen – die Welt kann so schön sein!

Pikten

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Pikte

Wer waren eigentlich die Pikten, das sagenumwobene Volk der, wie das Wort Pikten (lat. picti – „die Bemalten“) schon sagt, sich gerne mit bunten Bilder zumeist Tätowierungen verzierten?

Die ganz genaue Herkunft ist bis heute nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass die genealogischen Wurzeln unterschiedlicher Herkunft sind und durch Vereinigung mit unterschiedlichen Stämmen sich das Volk der Pikten ergab. Die Vorfahren der Schotten besaßen erstaunliche künstlerische Fähigkeiten!

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Susanne Klimt mit dem berühmten Piktenstein im Museum von Rosemarkie

Ihre geheimnisvollen Stein Stelen erzählen auf spannende Art und Weise Geschichten aus längst vergangener Zeit. Die umfassende Bildsprache ist bis zum heutigen Tage nicht vollständig entschlüsselt! Man muss es sich vorstellen wie eine Zeitung die an besonderen Orten aufgestellt wurde, um andere zu informieren. Ich habe bei meinen zahlreichen Besuchen in Schottland viele dieser steinernen Zeitzeugen bewundern und studieren dürfen. Einfach wundervoll gelebte Geschichte zum Anfassen!sannepikten

Die Pikten hatten ihre eigene Sprache. Lange zeit dachte man, dass sie keine eigene Schrift besaßen, was sich aber durch neueste archäologische Funde wiederlegen lies. Piktland setzte sich aus verschiedenen Regionen zusammen – Pictavia, Dalriada, Strathclyde, Gododdin und Northumbria.

Die meisten von ihnen waren einfache Bauern. Beherrscht wurde Piktland von verschiedenen Adligen. Diese verfügten über viele Krieger, welche die ein, oder anderen Feldzüge durchführten um Land zu verteidigen, oder zu erobern. Nach diesen adligen Herrschern fanden auch die Namensgebungen statt, wie wir sie heute noch kennen. „Mac“ oder früher „maqq“ bedeutet zu Deutsch soviel wie „Sohn von“ und findet sich heutzutage durch die Entstehung der schottischen Clans in vielen Namen wieder.

Ihre Sprache war ebenfalls eine ganz eigene und mit keiner der noch heute existierenden Sprachen zu vergleichen. Erst sehr viel später wandelte sich die piktische Sprache ind die schottisch – gälische Sprache um. Wie auch immer, die Pikten sind als Volk nie wirklich verschwunden! Sie leben und arbeiten immer noch in Schottland, nur der Name des Volkes hat sich verändert –  Schotten!

Dudelsack

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Piper

Was wären die schottischen Highlands ohne die Klänge des Dudelsacks? Wer an Schottland denkt, dem fallen Lieder ein wie „Amazing Grace“, „Highland Cathedral“ oder „Scotland the Brave“.  Viele Legenden ranken sich um dieses eigentümliche Instrument mit dem einzigartigen Klang. Da gibt es Geisterpiper, welche an manchen Orten nachts zu hören sind, oder auch Geschichten, wo durch die imposant dröhnenden Pfeifen Feinde in die Flucht geschlagen wurden!

Doch ist der Dudelsack viel mehr als nur ein einfaches Musikinstrument! Er ist ein kulturelles Gut und wurde im Laufe der Geschichte immer mehr zu einem Wahrzeichen Schottlands, auch wenn er hier nicht, sondern vermutlich in Indien erfunden wurde. Im 18. Jahrhundert wurde er sogar für einige Jahre durch die Engländer mit Androhung der Todesstrafe verboten, um die Kultur Schottlands zu zerstören! Gegen Ende des 18. Jahrhunderts jedoch wendete sich das Blatt und in gesamten United Kingdom wurde das Dudelsackspielen wieder erlaubt.

Doch war einst die Great Highland Bagpipe noch viel mehr, als nur ein Musikinstrument! Auch beim Militär ist die Great Highland Pipe nicht mehr weg zu denken. So manches Regiment wurde auch in Kriegszeiten von einem unbewaffnetem Piper angeführt. Gott sei Dank sind diese schlimmen Kriegszeiten vorbei und die Militärkapellen dürfen in den meisten Fällen zur Unterhaltung der Menschen spielen, so wie in Edinburgh, wo sich  einmal im Jahr tausende Musikliebhaber zum großen Military Tattoo treffen, um den Massed Pipes and Drums zu lauschen.

Ich persönlich liebe den Klang der Great Highland Pipes und schon immer, egal wo ich mich grade auf dieser Welt befinde, ruft mich der Klang des Dudelsacks in die schottischen Highlands, die Landschaft woran ich mein Herz verloren habe und meine Liebe zu dieser Region unendlich groß und einzigartig ist.

Scottish Borders

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Schottische Grenze

Wer nach Schottland reist muss zuerst einmal die Grenze überschreiten und ich kann Ihnen sagen- es gibt vieles zu sehen! Allein schon das Gefühl das Grenzschild mit den Worten „Welcome to Scotland“ zu erblicken macht einfach Freude, denn wer dies sieht weiß- er ist angekommen!

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Sweetheart Abbey

Die Lowlands, wie man diese Region auch nennt, bieten enorm viele Sehenswürdigkeiten!

Zahlreiche Legenden ranken sich um so manche alte Ruine, Kirche oder Ort aus vorchristlicher Zeit. Eines der wohl berühmtesten Örtchen ist Gretna Green, weil sich seit Jahrhunderten dort Paare  aus aller Welt das Ja Wort geben!

Als kleine Stadt hinter der Grenze bot Gretna jungen Menschen sich schon mit 16 Jahren trauen zu lasse, was in England nicht erlaubt war! Die vielen Geschichten rund um Gretna habe ich in meinen Büchern beschrieben.

Wer nach Schottland kommt sollte sich die berühmte Heiratsschmieder auf jeden Fall anschauen, oder wer mag, kann sich dort auch ganz romantisch in einer Handfasting Ceremony zu Dudelsackklängen das „Ja“ zuhauchen!

Ganz in der Nähe befindet sich auch eine Kirchenruine die absolut sehenswert ist! Die „Sweetheart Abbey“ erzählt den Menschen die wohl schönste Liebesgeschichte, welche mir jemals zu Ohren gekommen ist!

Ich will hier aber nicht zuviel verraten, denn Sie sollten sich selber von dem Zauber des Ortes faszinieren lassen!

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Samye Ling

Wer mag, kann ja einfach mal entlang der Grenze fahren. Manches mal wird man seinen Augen kaum glauben können!

Zum Beispiel in den Momenten, wenn man an Samye Ling vorbei kommt- der größten buddhistischen Abtei Europas!

Wenn man alles in Schottland vermutet, aber nicht ein solches Bauwerk inmitten der sanften Hügel der Scottish Borders! Oder die vielen prähistorischen Steinkreise welche zahlreich auf vielen Hügeln zu erblicken sind! Geschichte wird hier gelebt!

Bedeutende Monumente wird Jedburgh Abbey strahlend ihren ganzen Charme aus und sind heute noch majestätisches Symbol für königliche Ästhetik!

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Inmitten von Jedburgh Abbey

Hier steht auch das Haus von Mary Stuart- Queen of the Scots, in dem Maria Stuart für einige Zeit gewohnt hat.

In einem kleinen Museum erfährt man so einiges über ihre Schicksalswege und ein bisschen gruselt es einem,wenn man vor der Vitrine mit ihrer Totenmaske steht!  Doch es gibt hier noch vieles mehr zu sehen und wenn man den Charme des kleinen Grenzörtchens auf sich wirken lässt, wird spüren, dass hier die Zeit stehen geblieben zu sein scheint!

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Floors Castle

Doch auch andere majestätische Bauwerke sind sehenswert, so wie das Schloss des Duke of Roxburghe- dem Neffen der Queen!

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River Tweed

Floors Castle liegt bei Kelso und ist zu einem großen Teil zur Besichtigung freigegeben! Einfach wunderschön zu sehen und mit seinen Gärten im Sommer ein Fest der Sinne!

In den Scottish Borders macht es durchaus Sinn, etwas länger zu verweilen, denn entlang des Rivers Tweed, der sich sanft wogend durch die hügelige Landschaft schlängelt, gibt es viel zu entdecken und wer tiefer in die schottische Geschichte eintauchen mag, lernt hier auf seiner Fahrt in den Norden viel wissenswertes dazu!

Loch Ness

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Susanne Klimt Urquhart Castle

Susanne Klimt Uhuquardt CastleSchottland ist durchzogen von sogenannten Lochs. Fast alle Gewässer werden so genannt. Meeresarme und Seen, also alles was kein Fluss ist, wird als Loch bezeichnet. Das wohl berühmteste Gewässer ist Loch Ness. Der sagenumwobene Süßwassersee ist der zweitgrößte Schottlands. Unzählige Touristen besuchen jedes Jahr das mystische Gewässer, um nach dem weltweit berühmten Monster von Loch Ness, auch liebevoll Nessie genannt, Ausschau zu halten.

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Das Monster von Loch Ness!

Auch ich war schon auf der Suche nach dem berühmten Monster und was soll ich sagen- ich bin an manchen Stellen sogar fündig geworden! 😉

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Susanne Klimt mit Nessie

Loch Ness ist von einer unwahrscheinlich vielfältigen Fauna und Flora umgeben. Als einer der Fischreichsten Seen Schottlands, lässt er jedes Anglerherz höher schlagen! Forellen, Lachse, Hechte u.v.m. tummeln sich in dem 37 Kilometer langen und bis zu 230 Meter tiefem Gewässer.

Die dichten Wälder, welche Loch Ness umgeben, bieten der Tierwelt einen vielfältigen Lebensraum. Leider Gottes auch für die größten Plagegeister und meines Erachtens nach die echten Monster Schottlands- den Midges. Die winzigen Mücken können grade zu wärmeren Jahreszeiten in den Abendstunden das Leben schwer machen. Einheimische jedoch sehen dies mit schottischer Gelassenheit, indem man einfach einen Ventilator aufstellt, welcher die Minimücken einfach wegpustet, oder sich mit Spezialrezepturen einreibt,doch die halten vom Geruch her nicht nur Mücken sondern auch Menschen fern!

Trotz alledem- Loch Ness ist ein absolutes Muss eines jeden Schottland Reisenden! Ob Urquhart Castle, das Örtchen Drumnadrochit, oder die Möglichkeit mit einem Boot den Loch zu erkunden-  es ist einfach zauberhaft! Wer es ein bisschen turbulenter mag, dem stehen gemütliche Pubs, bunte Souveniershops, sowie Mountainbiking und Bergtouren zur Verfügung.

Castles & Ghosts

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Glamis Castle

Cawdor Castle #1, Scotland

Cawdor Castle

Wer Burgen und Schlösser liebt, der ist in Schottland genau richtig! Hier hat man die Möglichkeit die etwa 1400 Bauwerke zu besuchen! Gemessen an der Größe des Landes bedeutet dies wirklich an jeder Ecke eine Burg zu finden!

Die ersten Befestigungsanlagen, auch Duns oder Broch genannt, waren schlichte aus gehauenem Stein gebaute Wohntürme. Sie entstanden in der Eisenzeit ca. 200 v. Chr. und boten Mensch und Tier Schutz vor Angreifern.

Erst ab dem 11. Jahrhundert wurden nach dem Vorbild der normannischen Motten ( Befestigungsanlagen) aus Holz und Stein Burgen gebaut, wie wir sie heute kennen. Ab dem 12. Jahrhundert entschied man sich für Bauwerke aus Stein, denn die hölzernen Palisaden wurden bei Bränden zu schnell zerstört.

Im 17. Jahrhundert wurde es modern in sogenannten Towerhouses, den Turmhäusern zu leben und so entstand eine einzigartige architektonische Mischung aus Türmen und Burgartigen Gebäuden.

Ich liebe Burgen und entdecke immer wieder neue Castles, die es zu „erobern“ gilt. Als Expertin für paranormale Phänomene habe ich schon so manchen alten Geist aufgespürt und unbeabsichtigt sogar mitfotografiert! Auf dem Bild sieht man sehr schön, wie mir sogar ein alter Geist gegenüber sitzt!

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Susanne Klimt mit Burggeist

Ich war selbst erschrocken, als ich am Abend nach meiner Tour zum ersten mal das Foto sah!

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Dunnotar Castle

Neben den bekannten Touristenzielen wie Glamis Castle, Eilean Donan Castle, Dunnotar Castle oder Urhuquardt Castle, gibt es zahlreiche weniger bekannte Burgen, welche mit Sicherheit nicht minder interessant sind! Ich werde nach und nach hier auf dieser Seite im Einzelnen auf Burgen eingehen und Ihnen diese beschreiben!

Übrigens- in Schottland wird nicht wie in Deutschland üblich zwischen Burgen und Schlössern unterschieden! Der Begriff Castle steht für beides. Man unterteilt da eher nach Palästen (Palace) oder einer Verteidigungsanlage (Fortress), denn hier ist es wichtiger klar den Verwendungszweck des Gebäudes zu erkennen!

Fest steht, wer die meist äußerst romantisch gelegenen Bauwerke besucht, wird schnell dem magischen Charme der alten Gemäuer verfallen, welche so liebevoll von den Schotten gehegt und gepflegt werden!

Sicher wird man Ihnen gerne auf die Frage : „Gibt es hier denn auch einen Geist?“ gerne mit ausgiebigen und gruseligen Geschichten antworten!

Heide und die Farbe Lila

Beautiful landscape of scottish natureWussten Sie schon warum die Farbe Lila in Schottland das „Must Have“ in jedem Kleiderschrank ist? Wenn nicht, dann möchte ich Ihnen dies gerne erklären!

In der rauen Natur der Highlands tauchen immer wieder bestimmte Pflanzenarten auf, welche zu bestimmten Jahreszeiten aus den grünen Bergen lila Traumlandschaften werden lassen. Dazu gehören die Distel, aber auch die weit verbreitete Besenheide! Wenn ich im Spätsommer durch die Highlands fahre und das warme Sonnenlicht die Berge und Täler lila leuchten lässt, dann denke ich so manches Mal still bei mir „Hier fehlen nur noch die lilafarbenen Kühe!“

Lila ist die beliebteste Farbe in Schottland!

Die Heide, oder im englischen „Heather“ genannt ist eine schon fast magische Pflanze. Unzählige Sagen, Geschichten und Legenden ranken sich um die allen Wetterlagen trotzenden botanischen Schönheit. Wie der Name Besenheide schon besagt, wurden unter anderem aus den Zweigen Besen gefertigt. Mit ihrer Höhe von bis zu 1,40m, zählt sie zu den großen Arten der Heide. Wir hier in Deutschland kennen da eher die kleine „Schwester“, wie sie z.B.: in der Lüneburger Heide wächst.

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Susanne Klimt mit der Besenheide zur Schmuckherstellung

Aus der schottischen Besenheide werden auch Talismane und Schmuck gefertigt, welchem man ganz besondere, magische Eigenschaften, zum Beispiel für den Schutz von Mensch, Haus und Tier zuspricht.

 

 

 

Whisky

„SLÀINTE MHATH“ (GÄL.)

Zum Wohl!

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Whisky

Whisky gehört zu Schottland wie der Schottenrock und das Monster von Loch Ness. Über 100 Destillerien erzeugen nach uralter Tradition das „uisge beatha“ (gäl.), was soviel wie „Wasser des Lebens“ bedeutet.

Viele davon sind in der Speyside zu finden. In den Sommermonaten wird das kleine Tal des Flusses Spey geradezu von Touristen überlaufen! Dies auch aus gutem Grund. Hier findet man einen Teil der weltweit berühmten Destillerien, wo der Besucher an einer Führung teilnehmen kann.

Hier erfährt der Interessierte alles über den Herstellungsvorgang eines guten Single Malt Whiskys. Wer mag, darf dann am Ende der Tour an einer Verkostung der edlen Brände teilnehmen und kann auch in einem, meist den Destillerien angeschlossenen Geschäft einige der Köstlichkeiten erwerben und mit nach Hause nehmen.

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Whisky Distillery

Ich habe auch schon an solchen Führungen teilgenommen und kann nur sagen, dass ich froh war mit einem Wohnmobil gereist zu sein! An Parkplätzen mangelt es nicht und so kann man sich nach dem Alkoholgenuss ein wenig ausruhen. Mein Tipp: Wer vor hat die edlen Single Malts zu verköstigen, der geht besser auf Nummer sicher und mietet sich gleich vielleicht ein Zimmer in einem der zahlreichen Bed and Breakfast Pensionen…

Die Destillerien kann man gar nicht verfehlen! Durch ihre typischen, pagoden förmigen Dächer sieht man sie schon von weitem! Grob kann man den Whisky geschmacklich schon nach Regionen unterteilen:

  • Speyside
  • Lowland
  • Highland
  • Islays
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Susanne Klimt besucht die Glennfiddich Distillery

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Blick hinter die Kulissen einer Destillerie

Doch jeder Whisky hat seinen eigenen „Charme“. Urkundlich erwähnt wurde der Whisky zum ersten mal im Jahre 1494. Aus dem Gerstenanbau, welcher in den Highlands Mensch und Tier ernährte, wurde in der kalten Jahreszeit etwas „abgezwackt“ um daraus den vielseitig einsetzbaren und Wärme spendenden Whisky zu fertigen.

Meist geschah dies heimlich mit Hilfe von selbstgebauten Brennereien und provisorisch aufgestellten  Apparaturen. Erst sehr viel später, ab dem Jahre 1823 wurde das Whisky brennen legalisiert und man konnte sich eine Lizenz erwerben um offiziell das so beliebte Getränk zu brennen und zu verkaufen.

Heutzutage ist die Whiskyindustrie eine der größten Einnahmequellen Schottlands und Arbeitgeber für viele Menschen.

Whisky hat seine eigene Philosophie!

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Quaich

Wer es ganz stilecht möchte, der reicht zu „Willkommen“ oder „Auf Wiedersehen“ seinen Gästen und Freunden den sogenannten Quaich – eine Schale mit zwei Henkeln – die man mit Whisky befüllt und in der Runde weitergehen lässt. Diese Tradition stammt aus alter Zeit, als bei Clantreffen man quasi „Aus einem Topf“ trank um eine gewisse Verbundenheit oder friedliche Absichten zu signalisieren.

In grauer Vorzeit soll dieser Quaich eine große Muschel gewesen sein. Erst später wurden einfache Holzschalen geschnitzt oder in edlem Metall kunstvoll verzierte Quaichs gefertigt. Ich finde dies eine sehr schöne Tradition Gäste willkommen zu heißen und wem ein Quaich von einem Schotten gereicht wird, der darf sich sicherlich glücklich schätzen, einen neuen Freund gefunden zu haben!

Distel

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Schottische Disteln

Schottlands nationales Emblem ist die Distel (Thistle). Doch warum ist ausgerechnet so ein stacheliges Gewächs Symbol der Schotten?

Einer Legende nach soll die Distel das Land vor einfallenden Soldaten aus nordischen Ländern bewahrt haben.

Ein Trupp schottischer Krieger hatte sich ihr Nachtlager bereitet und zum schlafen hingelegt. Die Angreifer kamen in der Dunkelheit an die Küste und wie es damals üblich war, hatten die Krieger ihre halbnackten Körper mit Ruß geschwärzt, um in der Dunkelheit nicht aufzufallen.

Um möglichst leise zu sein, trugen die Angreifer keine Schuhe oder nur einfache Sandalen. Dies hatte zur Folge, dass sie in der rabenschwarzen Nacht auf die Stacheln der unzähligen Disteln traten und sie sich mit ihrer spärlichen Bekleidung zu allem Übel auch noch in den hohen Distelfeldern verhedderten.

Ihre Schmerzensschreie weckten die schottischen Krieger und so waren sie rechtzeitig gewarnt vor den ungebetenen Angreifern. Rasch schlugen sie die Feinde in die Flucht und seitdem ist diese überall in Schottland vorkommende, lilafarbene Pflanze das nationale Wahrzeichen!

Außerdem gibt die Distel die schottische Mentalität sehr schön wieder – allen Stürmen zu trotzen, stark und wehrhaft zu sein und was auch immer geschieht, immer wieder wie Phönix aus der Asche wieder zu kehren, so wie die Distel, welche jedes Jahr auch unter schwierigen Bedingungen neu erblüht!

Mittlerweile findet man die lilafarbene Pflanze auf zahlreichen Schildern von Firmen, Vereinen und Organisationen. Sie ist ebenfalls ein Zeichen der Liebe und wer kennt nicht die berühmte Szene in „Braveheart“ wo die Thistle als Zeichen der Treue und Zuneigung gereicht wird? Doch auch aus dem Souvenirläden ist die stachelige Schönheit kaum weg zu denken! Als Schmuck, auf Kleidung, als Glas oder Küchenhandtuch,  wie auch immer man mag, für jeden ist etwas dabei!

Sogar eines der berühmtesten Bücher Schottlands ist ihr gewidmet! „A Drunk Man Looks at the Thistle“ von Hugh MacDiarmid berichtet dem Leser  in Gedichtform  teils humorvoll und teils nachdenklich von der Lage der Nation.

Letztendlich würde niemals ein Schotte die Distel als wie hierzulande als Unkraut betrachten, denn sie gehört zum Landschaftsbild seit Urzeiten dazu! Sie dient dem Naturschutz und bietet vielen Tieren Schutz und Nahrung.

Schottlands Landschaften sind und Disteln gehören einfach zusammen!

Tartan Kilt u. Co

Four Scottish menDenkt man an Schottland, so hat man zumeist das bekannte Karomuster – den sogenannten Tartan vor Augen. Anhand des Musters lässt sich die Clanzugehörigkeit zuordnen.

Dies war nicht immer so. Aus archäologischen Funden geht hervor, dass diese vielfältigen Karostoffe sich eher durch die Regionen, wo sie gewebt wurden unterschieden. Der älteste Fund ist ein kleines Stück Stoff welches als Abdichtung für ein römisches Tongefäß befüllt mit Münzen gefunden wurde.

Um die schottische Kultur zu zerstören war es den Schotten im 18. Jahrhundert zeitweilig durch die Engländer sogar verboten, die beliebten Tartans zu tragen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts trat ein neues Gesetz in Kraft, welches die so typischen Stoffmuster wieder erlaubte. Im 19. Jahrhundert dann brach ein wahrer „Boom“ aus und Großbritannien zeigte wieder Mut zum modischen Karo.

„Unter dem Schottenrock ist gar nichts…“ so heißt ein bekannter Schlager. Viele Menschen haben mich gefragt ob dies der Wahrheit entspricht und ich darf Ihnen verraten – es stimmt tatsächlich! Die Schotten mögen keine Unterwäsche unter dem Kilt. Es gilt in Schottland sogar als Unheil bringend, wenn ein Mann eine Unterhose unterm Schottenrock trägt! Also meine Damen – wenn Mann Rock trägt kann das ganz schön sexy sein!

Dem heutzutage bekannten, knielangen Kilt meist mit einem „Sporran“ – einer Kilttasche getragen, ging eigentlich der „Belted Plaid“ im Volksmund auch „Great Kilt“ genannt voraus. Dies ist ein ca. 7-8 Meter  langes Stück Wollstoff, welches  je nach Jahreszeit in mehreren Varianten getragen werden kann.

Der Träger wickelt sich mit eingeübten Handgriffen in das große Stück Stoff ein und fixiert das Ende mit einer großen Schnalle. Ihnen wird der „Belted Plaid“ als Kleidungsstück vielleicht aus Filmen wie „Braveheart“ oder „Highlander“ bekannt sein!

Mittlerweile haben viele berühmte Modedesigner das Thema Tartan in ihren Entwürfen integriert. Eine Show der Superlative bot im Jahre  2012 Karl Lagerfeld der im Linlithgow Palace eine von Schottland inspirierte Mode stylish in den alten Ruinen stilgemäß präsentierte.

Ich persönlich liebe die Vielfältigkeit der Tartans. Sie sind wie eine Sprache, die sich im Laufe der Jahrhunderte in immer neuen Farben darstellt. Diese Muster spiegeln die Geschichte der Menschen und des Landes wieder und sind aus Schottland nicht weg zu denken!